Mittlerweile sind wir in der 3. Woche der Schulschließungen wegen Corona – wie die Zeit vergeht… Deshalb konnten viele unserer Lern-Tandems seit Mitte März nicht mehr zusammen lernen. Einige wollten das aber nicht einfach so hinnehmen und haben sich abgesprochen, welches Video-Chat-Tool für virtuelle Lerntreffen („Online-Nachhilfe“) eingesetzt werden kann – und dann ging’s nahtlos weiter. 🙂

In den nächsten Tagen werden wir mal genauer auf ein paar Chat-Tools eingehen, die speziell fürs Online-Lernen angeboten werden. Heute soll’s aber erstmal um WhatsApp gehen. Heute soll’s aber erstmal um WhatsApp gehen. Das hat fast jeder von uns auf dem Handy, und natürlich wurden darüber auch vor Corona schon tagtäglich kurze Infos zu Hausaufgaben ausgetauscht. Aber eignet sich WhatsApp auch, wenn man sich wochenlang nicht persönlich sieht und ganze Lerntreffen ersatzweise online stattfinden sollen? Wir haben mal bei 2 Team-Mitgliedern nachgefragt, die sich gut damit auskennen – Lena (Schülerin 8. Klasse) und Yannik (Abiturient von 2019).

Lena nutzt WhatsApp sehr gern fürs Lernen mit anderen:

Jeder kann erstmal für sich selbst entscheiden, ob Chat oder Video-Call fürs jeweilige Lernthema am besten passen. Für den Austausch von Infos ist WhatsApp auch gut geeignet, da man problemlos Fotos mit Aufgabenstellungen oder bearbeiteten Aufgaben versenden kann. Erklärungen für eher unkomplizierte Aufgaben sind sicher gut per Chat oder Telefon möglich. Bei schwierigeren Sachverhalten wäre es denkbar, einen Lösungsweg aufzuschreiben und per Foto zu senden. Die Screenshots in diesem Beitrag zeigen ein 2 Beispiele.

Der größte Vorteil ist wohl die weite Verbreitung von WhatsApp, sodass meist keine zusätzlichen Apps oder Dienste installiert oder eingerichtet werden müssen.

Yannik ist eher skeptisch beim Thema WhatsApp für Online-Lernhilfe: 

Die von Lena genannten Punkte sind richtig. Nachteilig erweisen sich aber die fehlenden Möglichkeiten, um unkompliziert für beide sichtbar Notizen zu entwickeln und Fragen sofort durch das Aufzeichnen von Schemata zu beantworten. Dokumente können nicht zeitgleich von beiden Teilnehmern betrachtet werden, was in anderen Tools mit einem Online-Whiteboard möglich wäre. Bei längeren und komplexeren Aufgabenstellungen erweist es sich als schwierig, den Überblick über alle Kommentare und Fragen zu behalten. 

Außerdem muss die private Handynummer mit dem Lernhilfepartner ausgetauscht werden, was eventuell nicht jeder möchte. Gerade für kleinere Klassenstufen und kurze Fragen wäre WhatsApp aber durchaus eine gute Wahl.

In den nächsten Tagen werden wir nach und nach weitere Tools vorstellen – von den ebenfalls weitverbreiteten Google-Hangouts- und Skype-Apps bis zu Online-Klassenräumen mit umfangreichen Whiteboard-Funktionen.

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